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Allianz Worldwide Care

HARMLOSE ERKÄLTUNG oder doch BÖSE GRIPPE? - So kommen Sie gesund durch den Winter


Eine echte Grippe wird oft mit einer Erkältung verwechselt: Die Symptome werden oft unterschätzt und als harmlose Erkältung abgetan. Das kann fatale Folgen haben: Eine verschleppte Grippe kann zu Komplikationen wie Lungenentzündung, Herzmuskelentzündung und Kreislaufversagen führen. Überkommt Sie schlagartig ein schweres Krankheitsgefühl, hohes Fieber (über 39 Grad), trockener Husten, Kopf-, Muskel- oder Gelenkschmerzen, spricht dies für eine echte Grippe. Dann sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen und nicht erst abwarten.

Das Influenza-Virus ist tückisch - nur die Impfung schützt vor der Erkrankung – sie wird jedes Jahr neu, dem vorherrschenden Virus-Typ entsprechend, hergestellt. Behandlung: Bettruhe bis mindestens 3 Tage nach Fieberabfall; fiebersenkende Medikamente. „Relenza®“ oder „Tamiflu®“ sind verschreibungspflichtige Medikamente gegen Influenzaviren – müssen jedoch in den ersten 48 Stunden nach Symptombeginn angewendet werden.

Eine banale Erkältung (durch Viren verursacht) wird andererseits oft von dem Betroffenen überschätzt - Bettruhe ist nur in bestimmten Fällen (höheres Alter, Begleiterkrankungen, Immunschwäche) erforderlich. Die charakteristischen Symptome sind: Schnupfen, Husten mit Auswurf oder ohne, Abgeschlagenheit, aber nur leichtes Fieber (unter 39 Grad). Kommt allerdings eine sogenannte „Superinfektion“ mit Bakterien dazu, muss diese mittels vom Arzt verschriebenen Antibiotika behandelt werden.

Wichtig: Antibiotika helfen nur bei bakteriellen Infektionen. Mehr als 80% aller Erkältungen werden von Viren hervorgerufen. Nur in seltenen Fällen einer „Superinfektion“ mit Bakterien (Lungenentzündung, Sinusitis oder Mandelentzündung) wird ein verantwortungsvoller Arzt Antibiotika verschreiben.


Wie kann man sich selbst helfen?

Niesen: Die Erkältungsviren überfallen die Nasenschleimhäute.
Empfohlene Massnahmen: Viel trinken, 1000mg Vit C /Tag, Nase mit Salzwasser spülen. Sehr gut wirkt auch ein zehnminütiges „Schwitzbad“:
Badwassertemperatur bis 40 Grad erwärmen – anschliessend sofort ins Bett gehen und zugedeckt 30 Minuten „schwitzen“ und parallel dazu heissen Tee trinken: Man imitiert mit dieser Prozedur die virentötende Wirkung von Fieber.

Halsschmerzen: Die Viren haben die Halsschleimhaut erreicht.
Empfohlene Maßnahmen: Tag und Nacht einen Schal anlegen – die zusätzliche Wärme fördert die Durchblutung und somit die Abwehrkräfte. Zusätzlich kann Paracetamol zur Entzündungshemmung und Schmerzlinderung genommen werden.

Abgeschlagenheit: Nun haben sich die Viren im gesamten Körper ausgebreitet. Empfohlene Maßnahmen: 2-3 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen, lange Ruhephasen einlegen und Räume gut lüften.

Verstopfte Nase: Hier helfen abschwellende Nasentropfen aus der Apotheke (3 bis 4 mal täglich eintropfen), Salzwasserspülungen.

Reizhusten: Tagsüber sehr viel trinken, Inhalationen mit Lindenblütentee oder Efeuextrakt halten die Schleimhäute feucht. Für einen ruhigen Schlaf kann der Arzt hustenreizhemmende Medikamente verordnen. Das Kopfteil des Bettes höherstellen mindert den Reiz während der Nacht ebenfalls. Bei Husten mit Auswurf sollte man schleimlösende Medikamente zu sich nehmen, besonders viel trinken und bei gelbem oder grünlichem Auswurf vom Arzt verordnete Antibiotika einnehmen.

Fieber und Schmerzen: Die meisten schmerzlindernden Medikamente wie Paracetamol oder Aspirin wirken auch gut fiebersenkend.
„Natürliche“ Methode zur Fiebersenkung (sehr effektiv): Beide Unterschenkel in lauwarme, nasse Tücher wickeln und mit einem Wolltuch (oder dicken Socken) umwickeln. Nach 15 Minuten den Vorgang wiederholen.

VORBEUGUNG

VITAMINE – SPORT – HÄNDEWASCHEN – INFLUENZA IMPFUNG
  • Vitamine: Zusätzliche Vitaminzufuhr in der kalten Jahreszeit reduziert Erkältungen nachweislich um 30%. Reichlich Obst bzw Gemüse und eventuell Vitamin C Präparate sind empfohlen.

  • Sport: Bewegung an der frischen Luft hält den Kreislauf in Schwung und stärkt das Immunsystem.

  • Händwaschen: Die Eintrittspforten für die meisten Erkältungsviren sind Nasenschleimhaut und Augen! Häufiges Händewaschen und Vermeidung von Augenreiben bzw Nasenberührung reduzieren die Ansteckungsgefahr um 80%!

  • Influenza Impfung: Schützt vor der klassischen Grippe (Influenza) – Achtung: Muss jedes Jahr neu verabreicht werden!